Ähm, dies ist ein Blogpost zum Thema „Vorsätze für 2017“. Ja, vermutlich einer von 30 Trilliarden, schon klar.
Als Bloggerin hat man ja den träumerischen Anspruch irgendwie was „eigenes zu schaffen“… nicht NOCH einen Blogpost über Thema XY zu schreiben, das im Netz schon rauf und runtergepostet wurde und eigentlich keinem etwas neues zu erzählen hat.

Genau vor diesem Hintergrund ist es für mich nicht immer ganz so einfach die Grenze zu ziehen zwischen „Was ist privat und okay“ und „Was ist eindeutig zu privat und hat im Netz nichts verloren“.
Ich kann mich von diesem kleinen, aber nicht unbedeutenden inneren Konflikt leider nicht ganz frei machen, aber ich denke das ist okay. Denn bei allem was ich tue oder lasse spielt mein Mamasein immer eine Rolle! Was habe ich vor der Geburt des Kindleins nicht immer groß rum getönt: „Ich bin dann zwar Mama, aber ich bleibe auch die Alte!“.

…. Stellt Euch an dieser Stelle bitte das „Zonk“-Geräusch vor. Kinder der 90er werden wissen welches gemeint ist ;)…

Mamasein verändert dich. Es verändert dich in dem Moment, in dem dir schlagartig bewusst wird, dass all dein Handeln nicht mehr nur bloß Konsequenzen für dich selbst nach sich zieht. Wie bitte kann einen diese Erkenntnis auch nicht verändern?
Mamasein bedeutet unendliche Liebe und unbändiger Stolz. Es bedeutet aber auch – zumindest für mich – mit einer mir vorher unbekannten schlummernden Sorge leben zu lernen. Die Sorge nicht alles richtig zu machen, die Sorge dieses kostbare, zerbrechliche Glück kaputt zu machen oder zu verlieren. Sorgen sind blöd, finde ich. Daher begegnet man Ihnen am besten mit einem gesunden Bewusstsein. Verantwortungsbewusstsein.

Ich bin für diesen kleinen Menschen verantwortlich. Dafür dass er ein glückliches, unbeschwertes Leben führen kann. Ich präge sein Empfinden von Recht und Unrecht, von Mut und Angst, von Mitgefühl und Gleichgültigkeit. Und das bringt mich unter anderem dazu vor jedem Post zumindest kurz abzuwägen, wieviel ich von unserer kleinen Welt bereit bin preis zu geben, damit irgenwann auch ein Teenielein mit Mamas Blog friedlich koexistieren kann. ;)

Lange Vorrede, kurzer Sinn. Weil ich für mein Kindlein die beste Version von mir selbst sein will; quasi mit gutem Beispiel voran gehen will, habe ich zum allerersten(!) Mal in meinem Leben etwas total verrücktes gemacht. Huihuihui!
Ich habe mir Vorsätze für das neue Jahr gesetzt. Ganz einfache. Ganz ernst gemeinte. Ganz realistische. Alles fein säuberlich in dem bezaubernden Büchlein festgehalten, an dem ich im Hugendubel einfach nicht vorbeilaufen konnte ohne es mitzunehmen.

Mehr Gelassenheit im Alltag.

Sachen auch mal einfach auf sich beruhen lassen.

Genießen. Lachen. Positiv denken.

Nicht jammern, ändern.

Sport machen. Soll gesund sein.

Wieder Musik machen.

Mit dem Liebsten mal wieder ein cooles Konzert besuchen.

öfter ein Buch lesen. Soll bilden.

Sonntags Backen. So wie Mama früher.

Schwarzer Humor ist okay. Zynismus nicht.

Lange Spaziergänge mit Mayalein machen.

Achtsam sein. Mir selbst und meinen Lieben gegenüber.


So. das wars. Ziemlich unspektakulär. Es in einem Post zu verewigen erhöht ein bißchen den Druck, aber das ist schon okay so.
Ich wünsche Euch allen einen guten Start in das neue Jahr!

Adeuzinho.
Die Mara